Selbstliebe

Was bist du dir Wert?

Im heutigen Blogbeitrag geht es um ein Thema, das mich die letzten Tage sehr beschäftigt hat und mich zum nachdenken bringt. Und zwar geht es um das Thema Selbstwert. Ständig kreist die Frage im meinem Kopf: „Was bist du dir wert?“
Gleich vorweg, dieser Beitrag soll kein Ratgeber werden oder ich will hier auch keine Tipps geben, dafür gibts andere Menschen, die das viel besser können 😉 In diesem Beitrag möchte ich dir einfach meine Gedanken mitteilen und vielleicht fühlt sich der ein oder andere dadurch inspiriert.


Wie bekommst du Selbstwert?

Viele Frauen haben Probleme ihren Wert zu erkennen, weil sie das was sie können für selbstverständlich nehmen. So geht es zum Beispiel mir auch. Vielen sagen: „Ich wünschte ich könnte das auch“ oder „Wow für das hätte ich keine Geduld“. Und wenn du jetzt denkst: „Ja das ist doch nichts besonderes.“ oder es für dich einfach nicht annehmen kannst, schmälerst du genau in diesem Moment deinen Selbstwert. Genau passend in diesem Monat beschäftige ich mich mit diesem Thema genauer. Dafür mache ich täglich eine Meditation dazu und habe ein paar Unterlagen, die ich durcharbeite. Sich mit dem Thema mal bewusst auseinanderzusetzen finde ich ist schon mal einen Schritt in die richtige Richtung.

Ich möchte dich jetzt mitnehmen in eine Erfahrung, die ich vor einigen Monaten erfahren habe. So im nachhinein betrachtet hat sie sehr viel mit Selbstwert zu tun.

 


Fastenzeit Milch und Zuckerfrei ernähren

Eigentlich halte ich nicht viel von der vorgegebenen Fastenzeit. Ich hab das nie praktiziert, weil ich nicht so viel von Dingen halte, wenn es im Kalender heißt jetzt ist Fastenzeit angesagt und deshalb musst du jetzt verzichten. Aber hier traf genau dieses Erlebnis in diesen Zeitrahmen 😉 .

Schon seit einiger Zeit wollte ich mehr auf meine Ernährung achten, denn ich wusste der tägliche Zuckerkonsum durch Süßigkeiten und zusätzlich frittiertes Essen, kann auf Dauer nicht gesund sein. Doch so richtig wie ich da anfangen sollte wusste ich nicht. Also wurde dieses Thema wieder auf die lange Bank geschoben. Doch dann ergab sich eine Möglichkeit… eine Freundin ist Kosmetikerin und hat selber einen Blog mit dem Namen Hautsache g´sund. Hier teilt sie ihr Wissen zum Thema Haut, Ernährung und es gibt auch leckere Rezepte. Da sie gerade ihre Weiterbildung zur Ernährungsberaterin machte und für ihre Diplomarbeit noch nach Freiwilligen suchte, die sich für einen gewissen Zeitraum Milch und Zuckerfrei ernähren wollten, sah ich darin die Chance das Thema Ernährung anzugehen. Ich wusste zwar nicht was auf mich zukommen wird, was ich dann noch essen sollte/kann, aber ich war fest entschlossen diese 6 Wochen ohne wenn und aber durchzuziehen. Super fand ich, dass es eine Einkaufsliste mit Zutaten gab, die ich während des Zeitraumes essen konnte. Mein Freund half mir dabei wie ich die Zutaten zu einem Gericht zusammenstellen konnte. Denn er hat Koch in der Haubenküche gelernt, also weiß er was er tut 😉 .

 

Die Haut

Zusätzlich war auch noch ein anderer Aspekt interessant wie dieser sich verändern wird. Die Haut. Denn viel wird auch über die Haut ausgeschieden. So kann auch die Ernährung dazu beitragen eine schönere glattere Haut zu bekommen. Ich habe seit dem Teenager Alter unreine Haut und irgendwie hab ich mich damit abgefunden oder ich hab es auch nie wirklich für so wichtig empfunden dagegen etwas zu machen. Daher war es für mich interessant inwieweit sich da etwas tun würde.

 

Der erste Einkauf

Klar musste ich erstmal einkaufen gehen damit ich die richtigen Sachen da habe und nicht in Versuchung komme wieder Rückfällig zu werden. So landete viel Gemüse, Dinkelnudel, Garnelen, Kokosnussmilch und Schafkäse in dem Einkaufswagen. Bei diesem Einkauf wurde mir erstmal bewusst wieviel Zucker und auch Zusatzstoffe überall drin ist. Speziell auch bei TK Gemüsemischungen. Die wir uns sonst immer geholt hatten war auch Maltodextrin (Zucker) drin. Obwohl kein so Saucenzeug mit dabei war. So hab ich mir verschiedene Packungen angesehen und auch welche gefunden wo auch nur das drinnen ist was ich suche – Gemüse. Auch bei der Kokosnussmilch gibts viele, die noch Zusatzstoffe und Bindemittel drin haben. Auch hier habe ich eine gefunden wo nur Kokosmilch und Wasser drin ist.

Also das war ein sehr abenteuerlicher Einkauf mit vielen Erkenntnissen. Dafür habe ich mir auch bewusst die Zeit genommen, die ich dafür benötige. Denn in einer Stressaktion wäre das nichts gewesen.

 

Keine Lust auf Zucker?

Ich empfand mich als perfekte Testperson. Regelmäßige Milchprodukt Konsumentin, die täglich Süßigkeiten zu führt. Und das soll von Null auf hundert funktionieren? Ja das kann funktionieren. Ich habe in dieser Zeit keine Süßigkeiten angetastet und auch immer geschaut ob evtl. irgendwo sonst ein Zuckerzusatz drin sein konnte. Wenn ich mal Lust auf Süsses hatte, griff ich zu Rosinen. Jetzt könnte man auch sagen ist auch Zucker, aber hier ging es in erster Linie um den industriellen Zucker. In der Zeit hatte ich auch nie das Verlangen nach Keksen, Kuchen oder dergleichen. Selbst wenn andere neben mir Kuchen schlemmten, war das überhaupt nicht schlimm für mich. Man könnte ja meinen das wäre reinste Folter. War es aber definitv nicht.

Was die Milchprodukte angeht war Butter, etwas Sahne und Parmesan erlaubt. Alles in Maßen natürlich. Butter habe ich gerne konsumiert, Sahne, obwohl ich ein Sahne-Tiger bin, habe ich nicht gegessen und Parmesan nur wenn wir selbstgemachtes Pesto gemacht haben, was vielleicht 2x in dieser Zeit vorkam.

 

Was hat sich verändert?

 

Physisch und Mental

In erster Linie ging es mir darum meine Ernährung zu verbessern. Aber diese Zeit war so viel mehr! Physisch sowie auch Mental. Womit ich nicht gerechnet hatte war, wie sich das Mental auswirken würde. Schon bereits nach den ersten Tagen spürte ich eine positive Veränderung. Ich fühlte mich zufrieden, glücklich und hatte das Gefühl meinem Körper damit etwas gutes zu tun. In dieser Zeit habe ich auch sehr viel Achtsamkeit meinem Körper gegeben und lustigerweise kam das auch bei meinem Gegenüber auch so an. Wie waren bei Freunden zu Besuch, die wir seit ein paar Wochen nicht mehr gesehen hatten, und dann meinte einer ob ich irgendwie an mir was verändert hätte optisch 😀 und zu diesem Zeitpunkt war ich einfach zutiefst im Reinen mit mir. Und das fand ich so schön, dass sich das auch nach außen zeigt.

 

Die Haut

Die Haut hat einige Zeit benötigt, damit ich Verbesserungen feststellen konnte. Aber das war auch klar. Eine solche Ernährung jahrelange, können diese 6 Wochen nicht wegzaubern. Wöchentlich habe ich ein Foto zur Dokumentation gemacht. Es war kein muss, aber ich fand es spannend zu sehen was sich wirklich tut. Und es wurde schon um einiges besser, klar die Unreinheiten sind nicht ganz weg, aber die Poren sind wesentlich kleiner geworden und auch die Haut war nicht mehr so entzündet. Da ich in dieser Zeit auch sehr viel Karotten Salat gegessen habe bekam auch meine Haut einen braun-rötlichen touch 😀



Die Zeit danach

Die Erfahrung war super und jeder der auch mit dem Gedanken spielt, ist es ganz klar eine Empfehlung von mir es auch auszuprobieren. Für mich war klar nach dieser Zeit werde ich einiges weiter praktizieren. Zum Beispiel neue Nahrungsmittel wie Hirse, Schafkäse und Zucchini zählen zu meinen neuen Lieblingen. Auf Zucker werde ich nicht ganz verzichten, aber auch nicht mehr in dieses Exzessive rein wollen. Mittlerweile gibt es 1-2 Tage in der Woche wo ich ohne schlechtem Gewissen schlemmere. Ich schaue weiterhin auf Inhaltsstoffe um mich auch beim Einkauf dann bewusst dafür oder dagegen zu entscheiden. Denn oft war es schon so, dass mein Kopf meinte das wäre jetzt lecker, ich dann las was alles drin ist und es dann wieder ins Regal zurück stellte.

 

Was bist du dir wert?

Diese Zeit hat mir gezeigt, dass wenn du nicht ganz zufrieden mit deinem Leben bist oder nicht das Gefühl hast glücklich zu sein, es wichtig ist sich mit sich selbst zu beschäftigen. Sich zu fragen, was kann ich mir heute gutes tun? Es muss ja auch nichts kosten. Gönn dir einen schönen Abend allein mit einem Buch oder sei wieder kreativ. Mach das was dir Spaß macht oder etwas was du immer schon machen wolltest. Auch wenn es nur eine Stunde am Tag ist, die du dir gönnst. Du wirst es spüren dieses Gefühl von Zufriedenheit, wenn du etwas für dich gemacht hast.

Meditieren ist auch eine tolle Möglichkeit dich wieder mehr zu spüren. Natürlich ist da nicht immer alles so schön und toll sondern hier kannst du auch deinen Ängsten begegnen und dich ihnen stellen und annehmen. Sie zu akzeptieren, dass sie auch Teil deines Lebens sind, dich aber nicht von deinem Weg abbringen lässt, wenn du diesen Weg gehen willst.

 

Ich bin fest davon überzeugt wenn du stetig darauf schaust dir gutes zu tun, wird dein Selbstwert immer weiter wachsen. Und dadurch hast du auch die Kraft anderen zu helfen, die deine Hilfe bzw. dein Wissen benötigen.

2 Comments

  • Iin Meyer

    Liebe Josefine,

    dass ich manchmal kein Selbswertgefühl habe, fehlt mir schwer. Das passiert besonders, wenn jemand gerade auf mich ertwas ungerechtes gemacht hat. Viele schlechte Erfahrungen in der Kindeheit bis der Erwachsenzeit beinflußt mein ganzes Leben. Zwar kann ich meistens überwinden, aber der Moment kommt ab und zu vor. Vielen Dank, dass du hier ausführlich darüber geschrieben. Und was schön ist, dass du genau in meinem Geburtstag geschrieben hast. Außerdem mag ich dein Blog, weil ich die Newbie bei Dessous-Nähen bin.

    Liebe Grüße

    Iin

    • Josefine

      Liebe Iin,
      ach wie schön… dein Geburtstag. Hoffe du hast schön gefeiert!
      Ja solche Situationen kenne ich auch. Was ich gelernt habe in letzter Zeit ist, dass du nach einer solch erlebten Situation selbst entscheidest wie du damit umgehst. Du kannst dich entweder runterziehen lassen und denken warum passiert mir immer so etwas oder du kannst die Situation nochmal beleuchten und denken was kann ich das nächste Mal anders/besser machen, dass diese Situation besser für mich ausgeht oder erst gar nicht zustande kommt.

      Ich finde es immer wieder erstaunlich wie sehr schlechte Erfahrungen in der Kindheit sich auf das Erwachsen sein auswirken können. So war es auch bei mir bis ich mir die Frage gestellt habe: „Bin ich wirklich noch die kleine Josefine von damals?“ Wenn die Antwort „nein“ ist, warum handle ich immer noch so? Und sich das mal Bewusst zu machen hat bei mir so viel verändert – zum positiven.
      Ja ein ganz spannendes Thema worüber man sich sicherlich stundenlang unterhalten kann 😉

      Schön, dass du auch das Dessous nähen für dich entdeckt hast 🙂 Ich werde sicherlich die nächste Zeit einen Live Stream geben speziell für Newbies beim Dessous nähen. Wenn du auch mit dabei sein willst wirst du es entweder über Facebook, Youtube oder meinen Newsletter erfahren.

      Liebe Grüße
      Josefine

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